Werbung in Games – Wird die Spielwelt dadurch realistischer?
In-Game Adverstising: Wird die Spielewelt dadurch wirklicher?
Ob Werbung in Computer- und Konsolengames den Realismus eines Spiels erhöht, wird in den Game-Communities kontrovers diskutiert.
Ein wesentliches Kriterium für eine realitätsnähere Spielewelt ist die Integration der Werbung in das Game. Wichtig ist auch, dass die Form und Art der Werbung der Realität nachempfunden wird. Darüber hinaus bestimmen das Genre und der Kontext des Games sowie die beworbenen Produkte, ob In-Game Advertising zu einer wirklichkeitsnäheren Wahrnehmung beiträgt. Sehr gut eignet sich In-Game Advertising in Form von Bandenwerbung oder Billboards beispielsweise für Sportspiele, da auch in der Realität Werbung bei Sportveranstaltungen auf diesen Trägermedien bekannt und allgegenwärtig ist.
Auch bei Autorennspielen erhöht Product Placement, hier in Form von Automarken die beworben werden, das Realitätsgefühl. In diesem Fall ist der Einsatz von Marken sogar ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Gamecharakter. Die integrierten Markenobjekte können vom Spieler selbst ausgewählt und erlebt werden. In-Game Advertising kann es dem Spieler ermöglichen, einen direkten Bezug aus dem Game heraus zur Realität herzustellen, beispielsweise wenn Werbung in Form von Kinoplakaten aktueller Filme integriert ist. In Simulationen wie SIMS oder Second Life, in denen gezielt die Realität nachempfunden werden soll, ist In-Game Advertising auf jeden Fall entscheidend für eine wirklichere Spielwelt.
Dem In-Game Advertising steht die Befürchtung der Spieler gegenüber, dass das Spielerlebnis durch Werbung getrübt werden könnte. Dies kann der Fall sein, wenn das Genre nicht zur gewählten Werbeform passt. Beispielhaft hierfür können Games mit Fantasy-Kontext genannt werden, in denen das Erlebnis einer möglichst „anderen“ Welt ein wesentliches Charakteristikum des Games ist. Die Spielwelt kann auch dadurch in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigt werden, wenn In-Game Advertising zu aufdringlich gestaltet ist oder vom Spieler als störend empfunden wird. Dies kann der Fall bei zu zahlreichen oder zu groß gehaltenen Werbebotschaften, einer Störung des Spielcharakters und der Handlung oder auch bei einer negativen Beeinflussung der Performance sein.
Wenn Werbebotschaften in den Kontext des Spiels integriert werden und den Spielablauf nicht stören, kann In-Game Advertising zu einer realitätsnäheren Spielwelt beitragen.





